Kritik aus der Borkener Zeitung vom 23.01.2018

 

"Sagenhaft" vielstimmig

Sextett "Singer pur" machte auf seiner Jubiläumstournee Station in der Kreisstadt

 

Von Elvira Meisel-Kemper

 

Borken. Nicht nur die ausgebildeten Stimmen von fünf Sängern und einer Sängerin des Sextetts "Singer pur" machten das dritte Konzert in der Borkener Konzertreihe dieser Saison zu einem besonderen Erlebnis, sondern auch die musikalische Struktur des Ensembles. Sie sangen durchweg ohne instrumentale Begleitung oder Einspielung. Sie erzeugten alle Töne mit ihren natürlichen Mundinstrumenten ohne irgendwelche  Instrumente aus dem Percussionbereich.

1992 begann ihre Erfolgsgeschichte mit dieser Art von Musik. Die damaligen Gründungsmitglieder waren allesamt ehemalige Regensburger Domspatzen. Markus Zapp (Tenor) und Marcus Schmidl (Bass) sind die einzigen Gründungsmitglieder, die heute noch dabei sein. Vor 15 Jahren kam Claudia Reinhard (Sopran) als einzige Frau hinzu. Im Laufe der weiteren Jahre füllten Rüdiger Ballhorn (Tenor), Manuel Warwitz (Tenor) und Reiner Schneider-Wartenberg (Bariton) die gelichteten Reihen.

Ihr Programm "Sagenhaft" im Borkener Vennehof offenbarte eine sehr große Bandbreite ihrer musikalischen Schwerpunkte. Es war im Prinzip das Jubiläumsprogramm, mit dem die Gruppe im 25. Jahr ihres Bestehens unterwegs ist.

Geschichten aus aller Welt, Volkslieder und Geschichten der deutschen Romantik sowie Legenden aus fernen Ländern hatten die Sänger ihre drei Liederblöcke überschrieben. Humorvoll moderierte Schneider-Wartenberg das Konzertprogramm. Genauso humorvoll und fast szenisch interpretiert servierten die Künstler den rund 250 Besuchern einige ihrer Lieder.

"Max und Moritz" und "Hänsel und Gretel" gaben sie dem Hamburger Jazz-Professor Wolf Kerschek in die Hände. Da einige der Sänger aus dem Jazz-Genre stammen, kamen ihnen diese verjazzten-bluesigen Versionen alter Volkslieder von Kerschek vom stimmlichen und menschlichen Temperament sehr entgegen. Auch das Volkslied "Zu Regensburg auf der Kirchturmspitz" servierten sie in einem lautmalerischen amüsanten neuen Gewand. "Widewitt dem Ziegenbock, meck, meck, meck dem Schneider" lautet ein Teil des Refrains, den sie mehrstimmig und mit voller interpretatorischer Begeisterung über diese Wortschöpfungen sangen.

Ebenso mühelos wechselten die Sänger ins ernsthafte, tragische Fach. "Darthulas Grabgesang op. 42/3" von Johannes Brahms gehörte zu ihrem Programm genauso wie das eher unbekannte Lied "Es war ein König in Thule" von Wenzel Heinrich Veit.

Kritik aus der Borkener Zeitung vom 17.01.2018

 

Drei Thalbach-Generationen auf der Bühne

"Die Glasmenagerie" überzeugte trotz guter Schauspieler nicht ganz

 

Borken. Unter der Regie von Katharina Thalbach waren am Montagabend drei Generationen Thalbach auf der Theaterbühne im Vennehof vertreten. In dem weltberühmten Stück "Die Glasmenagerie" von Tennessee Williams spielten sowohl Katharinas Tochter Anna Thalbach als auch die Enkelin Nellie Thalbach die Hauptrollen.

In der autobiografisch geprägten Handlung taucht das Stück ein in das St. Louis der späten 1930er Jahre und zeigt die ärmlichen Verhältnisse, in denen Amanda Wingfield (Anna Thalbach) lebt. Ihrem ständigen Kampf ums Überleben, den Erinnerungen an die unzähligen Verehrer und ihrer Pedanterie stehen die beiden erwachsenen Kinder gegenüber, die unter dem Einfluss der resoluten Mutter stehen und in die jeweils eigene Welt flüchten. Sohn Tom (Louis Held) ernährt als Lagerarbeiter die Familie, obwohl er von einem Leben als Schriftsteller träumt und nicht weiß, wohin mit seiner unbändigen Wut über seine ständig fordernde Mutter und sein verkorkstes Leben. Seine Schwester Laura (Nellie Thalbach) entflieht vollends der Realität. Sie putzt und betrachtet lieber die Glastiere ihrer Glasmenagerie, als sich den Herausforderungen des Alltags zu stellen.

Nellie Thalbach spielt die Rolle der scheuen Laura hervorragend. Mit herabhängenden Schultern, großen änglichsten Augen spürt sie die Enttäuschung der Mutter und des Bruders. Sie kann deren Erwartungen nicht erfüllen und verkörpert so das Gegenteil von Tom, der zwischen Pflichtgefühl und Verzweiflung, zwischen abgrundtiefen Anschuldigungen und dem Drang nach Versöhnung lange nicht herauskommt aus diesem Teufelskreis. Am Ende bricht er aus und verlässt - wie sein Vater es auch getan hat - Mutter und Schwester. Dem jungen, sympathischen Darsteller Louis Held gelingt es, die in seiner Figur angelegten Gegensätze (Wutausbrüche, Streben nach Freiheit, Verantwortungsbewusstsein) stark in Szene zu setzen, so das ihm und allen Schauspielern dieses kleinen Ensembles Respekt gebührt  für ihre intensive schauspielerische Leistung.

Auch wenn die Botschaft, dass in jedem Menschen eine Stärke verborgen liegt, durchaus Bedeutung hat, und das passende Bühnenbild mit drehbaren Vorhängen und einigen gelungen Licht- und Soundeffekten beeindruckte, konnte die Aufführung nicht für jeden Betrachter eine gewisse Tiefe und einen Gehalt entwickeln. Die Inszenierung bleibt letztlich bei der Beschreibung einer Familiensituation, in der Vorhersehbares und sich wiederholende Pointen mitunter für einige Lacher sorgten, aber an manchen Stellen auch eintönig wirkten.

Dorothea Koschmieder

Kritik aus der Borkener Zeitung vom 12.01.2018

 

2017 ist endlich abgerechnet

"Storno" füllt zwei Mal die Stadthalle mit einem Jahresrückblick

 

Von Michael H. Schmitt

 

Borken. Mehr als 600 Besucher haben am Mittwochabend in der seit Wochen ausverkauften Stadthalle in Borken ein kabarettistisches Feuerwerk erlebt. Harald Funke, Thomas Philipzen und Jochen Rüther, drei Herren in schwarzen Anzügen, strapazierten als Trio "Storno" mit ihrem aktuellen Jahresrückblick "Die Abrechnung" die Lachmuskeln der Zuschauer. Kaum ein Auge blieb bei den Parodien trocken.

Technische Errungenschaften wie zum Beispiel die elektronische Gesprächspartnerin "Alexa", der Hang zur eigenen Drohne oder virtuelle 3-D-Spielzeuge wurden genauso aufs Korn genommen wie politische Persönlichkeiten.

Angela Merkel (Zitat: Angie ist doch die Uschi Obermeier der Christdemokraten) bekam kabarettistisch genauso ihr Fett weg wie Melania und Donald Trump. Die Bühnenprofis waren sich stilistisch gekonnt die Bälle zu und sinnierten minutenlang humoristisch in ihren Dialogen über alltägliche Dinge. Natürlich stellten sie sich auch die Frage, wie die Ehefrau des amerikanischen Präsidenten den Anblick einer "wasserstoffblondierten Dachluke" allmorgendlich überhaupt aushalten könne. Letztlich kamen Rüther, Philipzen und Funke dann mit Sicht auf Donald Trump zu dem Ergebnis, dass dieser sowieso nicht real existent, sondern lediglich eine "Erfindung von Putin" sei.

Doch auch Schlagersternchen Helene Fischer und Andrea Berg wurden zu Zielscheiben verbaler Geschosse. Die Frage, ob der andauerende Kampf um Platz eins im deutschen Musikbusiness denn nun eine von beiden für sich hatte entscheiden können, blieb letztlich offen.

Fußball, Transfersummen und Videobeweis griffen die Künstler an diesem Abend genauso auf wie die Affäre um die sogenannten Paradise-Papers. Manch eine Pointe ging bei den rasch aufeinander folgenden Kalauern schlicht im Beifall des Publikum unter.

Das musikalische Angebot während der über zwei Stunden andauernden Show reichte vom erstklassigen A-Capella-Gesang bis hin zu Parodien von Udo Lindenberg und Grönemeyer. Aus dem Ohrwurm "Despacito" wurde kurzerhand "Inkognito" gemacht, wobei die Kabarettisten mit diesem Titel gekonnt und in sinnige Lyrik verpackt die Lobbyisten in Berlin aufs Korn nahmen und inhaltlich eine Lachsalve nach der anderen abfeuerten. Spontanität haben sich die Gute-Laune-Vermittler auf jeden Fall in ihrem Bühnenprogramm auf die Fahne geschrieben.

Am Ende des Programms forderten die begeisterten Besucher mit Ovationen natürlich auch Zugaben, was von den "Herren in Schwarz"  auch gerne angenommen wurde.

Mit dem Musiktitel "Halleluja" von Leonard Cohen, dessen Text von den Künstlern komplett mit Borkener Bezug ausgetauscht worden war und mit einer Thomas Philipzen am Flügel perfekt dargebotenen Udo Lindenberg Parodie (Philipzen machte aus dem Titel Cello kurzerhand Bello), verabschiedeten sich die Westfalen unter tosendem Beifall aus dem Vennehof.

Auch am Donnerstagabend traten die drei Scharfzüngler vor ausverkauftem Haus auf.

Kritik aus der Borkener Zeitung vom 16.12.2017

 

Eine herzerwärmende Geschichte

"Der kleine Lord" / Theater für die ganze Familie

 

Von Elvira Meisel-Kemper

 

Borken. Die rührselige Geschichte "Der kleine Lord", der 1872 aus dem amerikanischen New York vom adligen Großvater nach England gelockt wurde, ist durch den Film aus dem Jahr 1980 berühmt geworden. In England sollte der kleine Lord Fauntleroy, der eigentlich Cedric Errol hieß, das Erbe des mürrischen Großvater Graf Dorincourt antreten. Mit seiner quicklebendigen, quirligen Art taute er den Großvater auf und verwandelte ihn in einen gütigen und lachenden Menschen.

Frances Hodgson Brunett (1849 - 1924) schrieb diesen Klassiker 1886 als sozialkritisches Spiegelbild der Brüche zwischen der alten Welt Europas und dem ganz anders tickenden Amerika. Als Weihnachtsmusical des Münchener Theaters Agon kam es fast zeitgleich zum erneuten Sendetermin des Films auf die Bühne des Vennehofes in Borken. Trotz aller Prominenz der Geschichte war die Vorstellung nicht ausverkauft.

Isabel Kott schlüpfte in die Rolle des kleinen Lords, der in Amerika seine Freunde zurücklassen musste. Tanja Maria Foidl spielte seine Mutter, die Amerikanerin Mrs. Errol, die mit dem verstorbenen Sohn vom Graf Dorincourt verheiratet war. Der Großvater, herrlich knorrig verkörpert durch Pavel Fieber, pflegte seine Vorurteile gegen diese Amerikanerin", wollte keinen Kontakt mit ihr. Genauso stur und herrisch zeigte er sich gegenüber seinem Personal und den Bettlern der Umgebung seines Schlosses.

Durch den kleinen Lord lernte er wieder zu lachen, worüber sich nicht nur Großtante Henriette, gespielt von Renate Koehler, freuen konnte, sondern auch seine Mutter. Einziger Störfaktor der neuen Harmonie im Schloss war Polly Errol, die von Eva Patricia Klosowski als anrüchiger Wirbelwind gespielt wurde. Sie konnte die Ansprüche ihres Sohnes auf das Erbe von Graf Dorincourt nicht durchsetzen. Doch dann konnten alle Weihnachten feiern, zusammen mit den amerikanischen Freunden des kleinen Lords.

Die Schwestern Ellen Wülfing und Mandy Temminghoff, ihre Mutter Mary Wülfing und die Kinder von Temminghoff aus Südlohn waren begeistert von der Bühnenversion. "Der Film gehört zum Ritual in der Weihnachtszeit dazu. Das Musical ist mit viel Liebe zum Detail gemacht. Die Stimme der Mutter des kleinen Lords finde ich toll und auch die Live-Band auf der Bühne", sagte Ellen Wülfing in der Pause. Mary Wülfing kannte als gebürtige Engländerin den englischsprachigen Film: "Im Original kam der Unterschied zwischen Amerika und England schon in der Sprache heraus. Das wurde im Bühnenstück auch gut herausgestellt." Ihre Enkelin Zoe Temminghoff (12) erfasste die Kernaussage der Geschichte goldrichtig: "Freundschaft ist beim kleinen Lord wichtig. Ich glaube, dass der Opa am Ende warmherziger wird".

Am Ende gab es begeisterten Applaus fürs Ensemble.

Kritik aus der Borkener Zeitung vom 15. November 2017

 

Familienkonflikte auf offener Bühne

Arthur Millers Drama "Tod eines Handlungsreisenden" berührt die Zuschauer

 

Von Claudia Peppenhorst

 

Borken. Mit tosendem Applaus und stehenden Ovationen bedankten sich am Montagabend die rund 500 Zuschauer für die gelungene knapp dreistündige Theateraufführung von "Tod eines Handlungsreisenden".

Unter der Regie von Harald Demmer brachte das Ensemble der Schauspielbühnen in Stuttgart Arthur Millers Drama in der Bearbeitung von Volker Schlöndorff und Florian Hopf auf die Bühne der Stadthalle.

Handlungsreisender Willy Loman, überzeugend gespielt von Helmut Zierl, ist nach 35 Jahren Vertreterarbeit am Ende. Neumodisch würden es heute einige als Burnout bezeichnen, doch da ist mehr: Loman führt Selbstgespräche, er kann kaum zwischen Gegenwart und Vergangenheit unterscheiden, die Arbeit frisst ihn auf und die Schulden auch. Doch er hält fest am Amerikanischen Traum und seinen moralischen Vorstellungen. "Die Welt ist eine Auster, im Bett lässt sie sich nicht knacken", erklärt Loman seinen Söhnen Biff und Happy - als rotzige Jugendliche unserer Tage überzeugend mit Handy in der Hand und "Ey, Alter!" im Jugendslang auf die Bühne gebracht von Jonas Baeck und Jean Paul Baeck.

Die Söhne durchschauen den Selbstbetrug des Vaters. Mutter Lind (Stephanie Theiß) nimmt ihn in Schutz, versucht vergeblich Verständnis bei Biff und Happy zu wecken für ihren Vater.

Lomans Bruder Ben (Frank Voß) scheint im Leben erfolgreicher als Willy zu sein, ihn stellen Biff und Happy nicht infrage. Auch Willy versucht in seinen Selbstgesprächen Rat vom Bruder zu bekommen. Ein echter Freund für den Handlungsreisenden ist sein Nachbar Charley (Martin Molitor, der gekonnt auch den Gegenpart, Willys Chef Howard Wagner, darstellt).

In weiteren Rollen spielten Nachbarssohn Bernard und Kellner Stanley (Richard Erben), die Frau in Bosten und Miss Forsythe (Marsha Zimermann) mit. In der Schlussszene stand Zierl, sich selbst umarmend, alleine in dem abwechslungsreich gestalteten Bühnenbild. Das Ende von Willy Loman kannte jeder Zuschauer aus der Eingangsszene: nicht zahllose Kunden und Mitvertreter säumen Willys Grab, wie er es sich vorgestellt hatte, sondern nur Ehefrau Linda mit den beiden Söhnen und Freund Charley.

Das 1949 uraufgeführte Stück hat nichts an Aktualität verloren. Familienkonflikte, Arbeitsplatzverlust, Burnout, Existensangst - alles Probleme unserer Zeit, die das Ensemble sehr sensibel und ganz hervorragend umgesetzt hat.

Kritik aus der Borkener Zeitung vom 13. November 2017

 

Ein Ausnahmekünstler am Klavier

Haiou Zhang in der Stadthalle Vennehof / Prädikat: meistens großartig

 

Von Michael Stukowski

 

Borken. Man konnte es spüren, dass Haiou Zhang aus einem anderen Kulturkreis stammt: Beim Applaus vermied es der chinesische Pianist, der etwas gestelzt auftrat, das Publikum direkt anzusehen. Das mag an der Nervösität gelegen haben, schließlich kamen rund 300 Besucher in die Stadthalle. Ungewöhnlich viel für ein klassisches Konzert, zumindest in Borken. Man kann die opulente Schüchternheit aber auch als die vornehme asiatische Zurückhaltung verbuchen.

Denn gar nicht steif wirkte Zhang am Flügel, als er in der Stadthalle Vennehof am Samstagabend sein stilvolles Programm vorstellte. Das war mit köstlichen Perlen der Klavierliteratur nur so gespickt und bot einen Streifzug durch die verschiedenen Epochen. Mit dem Barock und seinem wohl prominentesten Vertreter ging es los - technisch präzise und werkgetreu spielte der Pianist die "Chromatische Fantasie und Fuge d-Moll, BWV 903" von Johann Sebastian Bach.

Seltsam hölzern legte Zhang indes Wolfgang Amadeus Mozarts "Fantasie d-moll KV 397" aus: Im ersten Satz (Andante), bei dem selbst das liebliche Eingangsmotiv nicht geschmeidig wirkte, verzichtete er fast ganz auf Spannungsbögen und übergreifende Phrasierungen, so dass hier manches wie ein zusammengesetztes Fragment klang.

Ganz anders dagegen der zweite Klassiker: Die beliebte "Waldstein-Sonate" ("Klaviersonate C-Dur op. 53") von Ludwig van Beethoven hatte die Spannungskraft und Farbenfülle, die Zhang zuvor noch so schmerzlich vermissen ließ. Köstlich dramatisierte er das Allegro con brio und spielte es so flüssig, dass die Zuhörer sichtlich ergriffen waren. Auch die beiden folgenden Sätze reizte Zhang virtuos aus - nahtlos ging das schwermütige, etwas brüchige Andante in ein beschauliches Allegretto über, das mit seinen leuchtenden Farben wieder Hoffnungsfreude verströmte.

Seelenvoll kam Alexander Skrjabins "Prélude und Nocturne für die linke Hand op. 9" daher und eröffnete mit viel Gefühl den zweiten Konzertteil. Bei den "Les jeux d'eau à la villa d'este" (Franz Liszt) flossen die Phrasen so delikat ineinander über, dass die Wasserspiele zuweilen wie feine Perlenketten anmuteten. Mit zwei impressionistischen Werken klang der beeindruckende Abend aus: Geheimnisvoll und verspielt strömte Claude Debussys"Pour les arpèges composés" (Ètude L 136 Nr. 11) dahin.

Ansatzlos ließ der Pianist mit dieser "Wassermusik" Maurice Ravels "La Valse" verschmelzen. Mal lieblich-verschmitzt, dann wieder vehement-auftrumpfend schimmerte immer wieder das Walzermotiv durch.

Wenn die Musik zwischendurch eingängig zu werden drohte, folgten prompt offene Harmonien und dissonante Phrasen, die den Walzercharme vertrieben, aber die köstliche Spannung aufrechterhielten.

Danach gab es zu Recht Bravorrufe, und viele der 300 Besucher standen auf, um dem Ausnahmekünstler herzlich zu applaudieren.

Liebe Musik- und Theaterfreunde,

 

eine wunderbare Saison liegt nun hinter uns. Wir möchten es nicht versäumen uns bei Ihnen, unserem Publikum, den Künstlern, dem Team der Stadthalle Vennehof, den Sponsoren der Kulturgemeinde und den vielen fleißigen Helfern herzlich zu bedanken.

 

Ab Herbst starten wir mit der neuen Saison und heißen Sie wieder herzlich willkommen. 

 

Genießen Sie 9 x Theaterabende im Vennehof an denen Sie Freude haben, lachen, staunen, durchatmen, verblüfft sein oder jubeln werden.

Sie erleben in unserer Borkener Konzertreihe musikalische Sternstunden mit Künstlern von internationalem Rang, deren lebendige Interpretationen auch in den großen Metropolen der Welt zu hören sind. Sichern Sie sich ein Abo, der Vorverkauf hat bereits gestartet!

Schul-/Sonderveranstaltung/Abo+: Ein Lustspiel von Heinrich von Kleist "Der zerbrochene Krug" für Oberstufenschüler und Klassikinteressierte (Achtung neuer Termin!!!) und das Familienmusical "Der kleine Lord" stehen auf dem Programm.
Das Trio STORNO schlägt mit seiner "Abrechnung 2017"  gleich zweimal in Borken satirisch zu. Harald Funke, Thomas Philipzen und Jochen Rüther lassen dabei kein Auge trocken. (!!!Restlos ausverkauft!!!)

Auch das Kindertheater  und das Kindermitmachkonzert bietet Spannung und Unterhaltung nicht nur für die Kleinen.

 

Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie sich unterhalten!

Wir wünschen Ihnen und uns eine anregende und spannende Spielzeit.

 

Ihr
Kulturgemeinde-Team

Tourist-Info Borken
Neutor 5, 46325 Borken
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Tel. 02861 - 7584

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