Kinderkonzert - Abenteuer Klassik: Vivaldi

Ungewöhnliches Komponistenporträt

Als  am 4. März 1678 ein Erdbeben Venedig erschütterte und hohe Meereswellen an die Mauern der prächtigen Bauten klatschten, wurde einer der berühmtesten  Komponisten Italiens geboren: Antonio Lucio Vivaldi. Er wuchs in einer der faszinierendsten Städte der Welt auf: Vivaldi erlebte Faustkämpfe unter Venezianern, Gaukler und Akrobaten auf der Piazza San Marco und den farbenprächtigen Karneval. Voller spannender Details erzählt Cosima Breidenstein über das Zeitgeschehen und die Atmosphäre Venedigs und spielt Auszüge aus den »Vier Jahreszeiten«. Ein ungewöhnliches Komponisten-Portrait, gespickt mit interessanten und amüsanten Anekdoten. Im Wechsel mit der Erzählung hören wir Cosima Breidenstein mit den Vier Jahreszeiten, kindgerecht gekürzt. Es begleitet die Sinfonietta Köln unter der Leitung von Cornelius Frowein

Kooperation mit dem Kulturkreis Schloss Raesfeld

Kritiken

Kritik aus der Borkener Zeitung vom 10.02.2020

Konzert des Kulturkreises Schloss Raesfeld
Kinder erleben Vivaldi im Rittersaal

Von Claudia Peppenhorst

Raesfeld. "Ausverkauft" stand auf dem Schild am Eingang zum Rittersaal des Schlosses, in dem am Sonntagmorgen das diesjährige Kinderkonzert des Kulturkreises Schloss Raesfeld stattfand. Die kleinen Gäste hatten vor den Stuhlreihen auf dem Boden Platz genommen oder saßen wohlbehütet auf dem Schoß ihrer Eltern. Aber auch viele ältere Besucher wollten sich das Konzert mit Musik von Antonio Vivaldi nicht entgehen lassen.

"Die vier Jahreszeiten", wohl das populärste Werk des Barockkomponisten, hatte Violinisten Cosima Breidenstein so hervorragend in eine Geschichte gepackt, dass Jung und Alt gefesselt waren. "Als am 4. März 1678 ein Erdbeben Venedig erschütterte und hohe Meereswellen an die Mauern der prächtigen Bauten klatschten, wurde einer der berühmtesten Komponisten Italiens geboren: Antonio Lucio Vivaldi. Er wuchs in einer der faszinierendsten Städte der Welt auf: Vivaldi erlebte Faustkämpfe unter Venezianern, Gaukler und Akrobaten auf der Piazza San Marco und den farbenprächtigen Karneval", startet sie die Geschichte und das Konzert.

Über die Verhältnisse zu Vivaldis Geburt in Venedig erzählte sie kindgemäß und benutzte Kostüme und Requisiten, um das Ganze für die jüngsten Besucher zu verdeutlichen. Carla, die bald neun Jahre alt wird, sollte die Puppe halten, nachdem Cosima von Vivaldi als Baby berichtet  hatte. "Das war aufregend, da vor allen zu stehen", sagte Carla hinterher. Denn um sie herum standen ja auch die ganzen Musiker der Sinfonietta Köln unter der Leitung von Cornelius Frowein, die gemeinsam mit der Solistin und Moderatorin musizierten. Der Beifall des Publikums, besonders der Kinder zeigte, dass sie ihren "Job" richtig gut machten.

Kleinigkeiten erhöhten die Aufmerksamkeit der Jüngsten, so hatte jeder einen kleinen Vogel oder eine Maus mit in den Konzertsaal genommen. An bestimmten Stellen der Musik - "wenn die Vögel zwitschern" - wurden dann die Stäbe mit den Vögeln hochgehalten. Und das Besondere: die kleinen Zuschauer entdeckten selber diese musikalischen Punkte.

Ganz toll hatte es der fünfjährigen Helena gefallen, die Rolle von Cornelius Frowein zu übernehmen, der ihr bereitwillig seinen Dirigentenstab übergab und an einer lauten Orchesterstelle etwas mit den Armbewegungen nachhalf. Mitmachen war auch für alle anderen Kinder angesagt. Kurzweilig war das Konzert, das mit 60 Minuten niemanden überforderte. Für ganz viel Beifall gab es auch eine Mitmach-Zugabe.