Dinis Schemann, Klavier

Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven („Mondscheinsonate“) u. a.

Dinis Schemann gab mit zwölf Jahren seinen ersten Klavierabend. Seitdem hat er über tausend Konzerte als Solist und Kammermusiker gespielt, die ihn in große Säle und auf internationale Festivals führten; u.a. Berliner Philharmonie, Rudolfinum Prag, Storioni Festival Niederlande.

Gemeinsam mit seiner Frau Susanne bildet er das renommierte Schemann Klavierduo. Zu seinen weiteren musikalischen Partner gehören in dieser Saison das Klenke Quartett, das Auner Quartett und das Talich Quartett. Viele Tonaufnahmen dokumentieren Schemanns Klavierspiel. Auch seine aktuelle CD mit Werken von Beethoven und Schubert erhielt hervorragende Rezensionen.

Kritiken

Kritik aus der Borkener Zeitung vom 26.11.2018

Piano-Konzert
Schemann verwöhnt Gäste im Vennehof

Borken (csp). Der Pianist Dinis Schemann ist ein immer gern gesehener und gehörter Gast auf der Konzertbühne in der Stadthalle im Vennehof. Er präsentierte auf Einladung der Kulturgemeinde der Stadt Borken am Samstagabend Werke von Mozart, Beethoven und Chopin.

Wenn Schemann die Bühne betritt, weiß das kunstsinnige Borkener Publikum, dass es wunderbare pianistische Vorträge und lockere Einführungen zu den Stücken erwarten kann. Mit der "Sonate F-Dur KV 332" von Wolfgang Amadeus Mozart beginnt der Klavierabend. Auf den abrupten Wechsel zwischen Dur und Moll im Kopfsatz hatte zwar das Programmheft hingewiesen, der Pianist gestaltet ihn nahezu opernhaft und stellt die Motive einfühlsam nebeneinander, bevor er das zauberhafte Adagio erklingen lässt. Im rasanten Tempo aber mit großer Leichtigkeit endet Mozarts berühmte Sonate eher ungewöhnlich.

"So unüblich hier Mozart aufhört, so unüblich beginnt das nächste Stück", erklärt Schemann, denn die "Sonate cis-moll op. 27/2" hatte Ludwig van Beethoven mit Sonata quasi una fantasia" (gleichsam einer Fantasie) überschrieben. Die "Mondscheinsonate" bekommt durch den ausgefeilten Vortrag des Pianisten immer wieder feine, neue Nuancen. Und durch seine klar durchdachte Interpretation bietet sie offene Deutungsmöglichkeiten.

Im zweiten Teil des Konzerts spielt Schemann Chopin, neben der bekannten "Polonaise A-Dur op. 40 Nr. 1", eine weitere sowie zwei Etüden und das Scherzo b-moll op. 31, das er an das Ende seines Vortrags setzt. Ist der erste Konzertteil mit den Klassikern wesentlich gefälliger, bedarf es beim Romantiker Chopin schon größerer Aufmerksamkeit. Das Konzert endet in einem angemessenen Begeisterungssturm, der mit der "Revolutionsetüde" vom Pianisten belohnt wird.

Fesselnd jeder einzelne Ton […] Am Ende wurde Dinis Schemann wohl gerade aufgrund der Plastizität des Musikerlebnisses vom Publikum stürmisch gefeiert.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Schemann meisterte den Balanceakt zwischen größter emotionaler Gespanntheit und straffem, kontrolliertem Tempo mit einer überzeugenden Souveränität.“ (Rheinische Post)