Der eingebildete Kranke

Komödie von Molière

Mit Maria Hartmann, Jonas Minthe, Holger Umbreit u. a.
Regie: Volker Lechtenbrink/Wolf-Dietrich Sprenger

Klassische Komödie in einer neuen Bearbeitung von Volker Lechtenbrink

Der reiche Kaufmann Argan ist ein Hypochonder der besonderen Art. Seine Todesangst treibt ihn zu teuren, skurrilen Kuren und Heilungsmethoden. Er beschäftigt ein ganzes Heer von Ärzten, die gepfefferte Honorare kassieren. Auch seine untreue zweite Ehefrau Béline ist nur hinter seinem Geld her. Um die Arztkosten zu senken, will Argon seine Tochter Angélique mit dem wenig attraktiven Arzt Monsieur Diafoirus verheiraten. Angélique ist aber unsterblich in Cléante verliebt. Toinette, Dienerin im Hause Argan, kann diese Machenschaften nicht länger ertragen und spinnt eine Intrige, die Argan endlich und endgültig die Augen öffnen soll.

Molière (1622 - 1673) analysiert in seiner letzten Komödie die Mechanismen des Betrugs und der Manipulation. Mit ›Der eingebildete Kranke‹ zeichnet er die Charakterstudie eines Mannes, der mit seiner Egomanie und seiner Gesundheitshysterie seine Umwelt tyrannisiert. Molière selbst spielt die Titelrolle in seiner eigenen Inszenierung. Während der vierten Vorstellung bricht er auf der Bühne zusammen und verstirbt kurz darauf.

Ernst-Deutsch-Theater Hamburg